sEMG-Biofeedback

biofeedback | grundlagen 1

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Die Folge einer Schädigung des Gehirns, des Rückenmarks oder eines Nervs ist meist nicht nur der Verlust der Kraft, sondern oft auch der Sensibilität.

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So kann die Wahrnehmung von Schmerz, Temperatur oder Lageempfindung gestört sein. Dem Betroffenen ist es dabei unmöglich, eine Bewegung auszuführen und sie zu spüren. Auf diesem Regelkreis, aus Bewegungsabsicht und Bewegungsempfindung beruht aber jede normale Motorik. 

 

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Da der Betroffene nicht spürt, ob er einen Muskel anspannen kann, fehlt ihm eine positive Rückmeldung. Er weiß schlicht nicht, ob sein "Befehl" am Muskel ankommt. Das macht motorisches Lernen de facto unmöglich, da der Lernerfolg nicht feststellbar ist.

Diese Unterbrechung des Regelkreises zwischen Gehirn und Muskel, überbrückt nun das computergestützte Biofeedback. Ein sich anspannender Muskel erzeugt - auch bei kleinster Aktivität - eine messbare elektrische Spannung. Diese Spannung wird über Elektroden abgenommen und mittels eines Computers dargestellt. Dies kann in Form einer Kurve in einem Koordinatensystem erfolgen oder z.B. als Ton, der je nach Stärke der Anspannung höher oder tiefer, lauter oder leiser wird.

Mittels dieses technischen Ausgleichs der gestörten Wahrnehmung, kann der Patient jetzt lernen, den Kontakt zu der gelähmten Muskulatur wieder zu verbessern. Er bekommt beim Training eine direkte Rückmeldung, die noch dazu messbar und in Hinsicht auf einen Fortschritt im Lernprozess leicht zu dokumentieren ist. Dies ist mitentscheidend für die Motivation des Patienten, da er schon zu Beginn des Trainings - wo es noch nicht zu einer sichtbaren Bewegung kommt - einen Erfolg sieht und die erste "Durststrecke" überwinden kann.

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